Vollmacht Muster und Vorlagen

Was ist eine Vollmacht?

Eine Vollmacht ist die Willenserklärung einer geschäftsfähigen Person, die einem Dritten Vertretungsmacht gibt. Kurz definiert ist eine Vollmacht eine einseitige Willenserklärung, die einen Dritten befugt, im Namen des Vollmachtgebers aufzutreten. Das BGB – das Bürgerliche Gesetzbuch – regelt in seinen §§ 164 ff den Ablauf einer Vollmacht. In Deutschland wird zwischen Innen- und Außenvollmacht unterschieden. Während die Innenvollmacht eine Erklärung des Vollmachtgebers an seinen Vertreter ist, wirkt die Außenvollmacht effizienter. Diese bezieht sich ebenfalls auf Bankvollmachten.

Privatpersonen



Privatpersonen machen in der Regel eine General- und Versorgungsvollmacht. Diese ermächtigt den Vollmachtnehmer die Angelegenheiten des Vollmachtgebers zu regeln, wenn er selbst infolge Krankheit oder Ablebens dies nicht kann. Idealerweise erstellt ein Notar diese Vollmacht nach dem Beurkundungs-Gesetz. Gilt die Willenserklärung des privaten Vollmachtgebers für den Krankheits- oder Todesfall, hat diese ab diesem Zeitpunkt Gültigkeit. Wichtig ist der Inhalt einer Vollmacht. Da jede Vollmacht einen bestimmten Umfang hat, ist diese individuell zu gestalten. Dennoch gibt es einige Dinge, die eine Vollmacht enthalten muss.

Diese sind:

  • Die Namen von Vollmachtgeber und Vollmachtnehmer mit Anschrift und evtl. Geburtsdatum.
  • Den Umfang der Vollmacht. Bei einer Bankvollmacht ist es sinnvoll, Beträge aufzuführen, die der Bevollmächtigte abheben darf.
  • Für welche Handlungen der Bevollmächtigte die Erlaubnis vom Vollmachtgeber erhält.
  • Der Vollmachtgeber achtet auf eine genaue Formulierung der Handlungen, für die er den Vollmachtnehmer ermächtigt.
  • Ist die Vollmachtserteilung über einen bestimmten Zeitraum gültig, ist dieser einzutragen. Bei einer Vorsorgevollmacht ist der Beginn zum Beispiel „wenn der Vollmachtgeber nicht mehr in der Lage ist, seine Angelegenheiten selbst zu regeln“, anzugeben.

Formulierung der Vollmacht – vereinfacht mit Vollmachtmustern

Der sichere Weg ist der, welcher zu einem Notar führt. Dieser kennt sich mit der Formulierung einer Vollmacht bestens aus. Daneben erhält diese ein Aktenzeichen sowie die Nummer der Urkundenrolle. Des Weiteren ist die Vollmacht damit beglaubigt und bleibt im Notariat hinterlegt. Der Vollmachtgeber kann die Vollmacht jederzeit ändern, ergänzen oder widerrufen. Der Vollmachtgeber unterschreibt beim Notariat und unter Beisein des Notars oder seines Vertreters die Vollmacht. Für den Beweis seiner Identität legt er einen gültigen Personalausweis oder Pass vor.

Die Kosten



Die Kosten für eine beglaubigte Vollmacht halten sich im Rahmen; sie richten sich nach dem Umfang des Dokuments. Insbesondere für eine Vorsorgevollmacht ist deren Aufsetzung durch einen Anwalt oder Notar wichtig. Eine andere Art der Vollmacht ist die, welche ein Rechtsanwalt braucht, um seinen Mandanten bei Gegenseite und Gericht zu vertreten. Dieser vom Anwalt zur Verfügung gestellter Vordruck bedarf lediglich der Unterschrift des Mandanten. Vollmachten, die dazu dienen, Päckchen und Pakete für einen Dritten von der Post zu holen, verfassen Vollmachtgeber in der Regel selbst.

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